Wenn man einmal das Meer vergisst, ist das Piemont eine Anthologie fast aller möglichen Landschaften.
Eingerahmt von der großen Kurve der Alpen im Westen, weist es mehr Gebirge und Hügel als Ebene auf, die allerdings historisch reicher und bevölkerter ist. Rechts des Po schlängeln sich die Hügel des Monferrato, das nicht nur ein Land vieler Kastelle ist, sondern auch der Trüffel und edler Weine, wie in den Langhe und dem Astigiano.
Die Ufer der Voralpen-Seen mit den Parks der antiken Villen vervollständigen das große touristische Angebot dieser Region.
Deshalb ruft das „In die Pedale treten“ im Piemont nicht nur ein Kultur- und Umwelt-, sondern auch ein gastronomisches Interesse wach.
Eine der für Radtouristen interessantesten, noch wenig bekannten Zonen ist das bielleser Gebiet.
Es handelt sich um eine Hügelzone vorm Gebirge, die inmitten einer ausgenommen schönen Landschaft gemischte, für jedermann geeignete Strecken anbietet.
Die panoramische Zegna, zwischen Rosazza und Trivero über Bielmonte, wird als eine der suggestivsten Straßen Italiens angesehen und schlängelt sich an den Flanken wilder Berge durch überwältigende Aussichtsfluchten.
Die 1993 eingeweihte Oase Zegna, die sich zwischen Trivero und dem Tal „del Cervo“ in den bielleser Alpen erstreckt, hat in jeder Jahreszeit etwas zu bieten, sei es für einen Urlaub im Grünen, sei es für einen Sonntagsausflug. Viele der 27 die Oase durchquerenden Pfade – alle sorgfältig angezeigt – sind per MTB befahrbar; durch ihre Vielseitigkeit eignen sie sich für den jüngsten Amateur, wie für den Biker-Experten, dem auch extreme Passagen geboten werden.
In Torre Pellice, in der Provinz von Turin, empfehlen wir unter den Mountainbike-Routen die Strecke, auf der man von Barbara zum Colle Barant gelangt, um dann am Pra herabzufahren, in Bobbio Pellice anzukommen und das alles in entgegengesetzter Richtung zu wiederholen. Für die Liebhaber des Strassenrads empfehlen wir die aufregende Strecke Torre Pellice – Pinerolo – Perosa Argentina – Prali – und Rückkehr.
Ein weiteres wichtiges Reiseziel des Piemont ist das Susatal (it. Valle di Susa), ein landschaftlich sehr reizvolles und schönes Gebiet, das über eine große Zahl an tausendjährigen Klöstern verfügt und wie geschaffen ist für erlebnisreiche Ausflüge, wie z.B. in den Parco Naturale dei Laghi di Avigliana. Der Naturpark wird vom antiken Kloster Sacra di San Michele überragt, an dem sich bereits Umberto Eco für seinen Roman „Der Name der Rose“ inspiriert hat.
Das Gebiet beschert dem Touristen weiterhin eine eindrucksvolle Gebirgslandschaft, wozu unter anderem auch die Bergwelt rund um Bardonecchia gehört. Bardonecchia ist einer der namhaftesten Skiorte des Oberen Susatals (it. Alta Val di Susa), in dem die Snowboard-Wettkämpfe während der Olympischen Winterspiele 2006 ausgetragen wurden.
Das Susatal ist ausgezeichnet für das Mountainbiking geeignet, von den einfachen Radtouren in der Talsohle über die Anstiege bis hin zu den Freeride-Abfahrten. Es gibt unzählige MTB-Radwege sowohl im Susatal als auch im Oberen Susatal, wie zum Beispiel die Via Verde Valsusa, ein etwa 50 km langer Parcours, der durch Wälder, über Schotterwege und einige asphaltierte Straßenabschnitte führt und sich durch das eindrucksvolle Ausgrabungsgebiet von Susa zieht.
Die Anhänger des Fahrradtourismus finden im Susatal das geeignete Territorium für ihre Radtouren. Es gibt immer einen guten Grund, sich einen Radurlaub im Susatal zu gönnen, der den Wunsch nach landschaftlicher Schönheit, Kultur und guter Küche perfekt miteinander verbindet. Seien Sie herzlich willkommen!